Eine Saison mit etlichen Höhen und Tiefen liegt hinter den Fußball-Männern des TSV Bützow. Dass dabei am Ende doch noch Rang sieben heraussprang, verdanken die Warnowstädter vor allem einer konstanteren Rückrunde.
Als Verbandsliga-Absteiger und einem personellen Umbruch vor der Saison starteten die Bützower mit gedämpften Erwartungen in das Spieljahr, was sich im Verlauf der Saison auch als richtig erwies. Selbst nach dem 5:1-Auftakterfolg beim Aufsteiger SV Prohner Wiek hielten sie den Ball flach, weil eben schon in diesem Spiel nicht alles Gold war, was glänzte. In den folgenden Wochen erlebte der TSV dann eine Leidenszeit und holte aus den kommenden zehn Spielen nur noch sieben Punkte. Ein 0:3 gegen den Laager SV, 0:5 beim FSV Kühlungsborn und 0:7 gegen den 1. FC Binz brachte das Fass schließlich zum Überlaufen, sodass Bützows Trainer André Krüger den Weg frei für einen Neuanfang machte. Wenngleich alle Beteiligten diese Entscheidung sehr bedauerten, bedeutete der Trainerwechsel im Nachhinein die Trendwende. Unter dem neuen Coach Helge Marquardt fand das Team nämlich prompt in die Erfolgsspur zurück und sammelte in den verbleibenden zwei Partie vor der Winterpause vier Zähler. 
Während der Auszeit frischte der Rostocker dann das Personal ein wenig auf und holte mit den beiden Brasilianern Vitor Miranda de Oliveira und Leonardo Carvalho Pires sowie Hannes Hojenski drei Verstärkungen an die Warnow. Zudem kehrte Paul Puskeiler vom Nachwuchs des FC Hansa Rostock zum TSV zurück. All diese Spieler verliehen dem Team eine Qualität, die die Bützower Mannschaft deutlich voran brachte. „Ich denke, dass sich die Neuzugänge gut eingefügt haben. Alle haben super zueinander gefunden“, sagt Helge Marquardt.
Zwar kassierte sein Team in der Rückrunde insgesamt fünf Niederlagen, doch das ist auch der Unerfahrenheit und fehlenden Kontinuität der jungen Mannschaft geschuldet. „Man darf nicht vergessen, dass wir mit vier A-Jugendlichen gespielt haben. Diese mussten aber trotzdem schon große Verantwortung übernehmen. Zusammen mit den ,Alten’, die sie mitgezogen haben, hat es gut gepasst“, sagt Marquardt. Einer von den Jungspunden kam sogar in jedem Punktspiel zum Einsatz. Davin Kopplow spielte 26-mal, allerdings nicht immer über die volle Distanz. Das schaffte nur Torhüter Christopher Jentzen, der keine Minute fehlte.
Solch eine Konstanz hätte sich der TSV auch auf dem Platz gewünscht, doch er schaffte es nicht, von Woche zu Woche und sogar von Halbzeit zu Halbzeit sein Potenzial abzurufen und erlitt dadurch den einen oder anderen Rückschlag. „Das hat uns einige Punkte gekostet“, so der Bützower Trainer, der aber die positiven Dinge in den Vordergrund rückt. „Ich habe die Mannschaft in einer schwierigen Situation übernommen. Wenn ich dann sehe, wie sich einzelne Spieler nach vorne entwickelt haben, überwiegt das bei mir“, sagt der 40-Jährige.
Insgesamt reichte es schließlich, um schnell in sicheres Fahrwasser zu gelangen und den angestrebten Klassenerhalt vorzeitig zu schaffen. Damit ist auch in der kommenden Saison Landesliga-Fußball in Bützow gesichert. Dann sind auch Christian Boldt und Jan Algner von ihren Auslandseinsätzen bei der Bundeswehr zurück. Trainingsauftakt zur neuen Saison ist am Donnerstag, 10. Juli.

 

Für den TSV Bützow kamen in der Saison 2013/14 folgende 30 Spieler zum Einsatz: 
Christopher Jentzen (26 Spiele/0 Tore), Davin Kopplow (26/6), Robert Grabowski (25/26), Steve Bärmlich (21/4), Sebastian Lehmann (20/-), Michael Benecke (19/2), Jakob Kühn (17/1), Stefan Kuchenbecker (17/-), Michel Kiel (14/-), Oliver Diehl (14/2), Max Haack (14/-), Philipp Hempel (13/1), Jan Algner (13/2), Alexander Goretzka (13/1), Vitor Miranda de Oliveira (12/2), Leonardo Carvalho Pires (11/7), Christian Boldt (10/2), Hannes Hojenski (10/-), Paul Puskeiler (10/3), Tim Wegner (8/-), Sven Huëp (6/1), Florian Schulz (5/-), Lennard Rothamel (4/-), Torsten Mahncke (3/-), Tommy Bladek (3/-), Sebastian Leu (2/-), Julian Benicke (2/-), Andreas Runge (2/-), Patrik Borsdorf (2/-), Mario Holleitner (1/-)

26. Spieltag - SV Hafen Rostock - TSV Bützow 2:1 (1:1)

 

Mit einer 1:2-Niederlage beim SV Hafen Rostock schlossen die Landesliga-Kicker des TSV Bützow gestern die Saison ab. Trotz der Niederlage steht am Ende Rang sieben zu Buche, weil die Konkurrenz dahinter ebenfalls patzte.

Die Partie stand für die Gäste ganz im Zeichen des Abschieds zweier Spieler, die künftig nicht mehr für die Landesliga-Elf an den Start gehen. Stefan Kuchenbecker und Sebastian Lehmann hatten ihren letzten Auftritt, der  aber anders gestaltet werden sollte. Zunächst tasteten sich beide Mannschaften bei sommerlichen Temperaturen erst einmal ab, sodass sich das Tempo in Grenzen hielt. Optisch waren die Bützower zwar überlegen, erzeugten aber nur ganz selten Torgefahr. Die Hafen-Kicker lauerten dagegen auf Konter und kamen  dadurch sogar das eine ums andere Mal zum Abschluss, der TSV-Keeper Christopher Jentzen auf die Probe stellte. In der 37. Minute ließen  die Bützower dann ihre spielerische Klasse aufblitzen, als Tommy Bladek Teamkollege Davin Kopplow per Lupfer im Strafraum bediente und dieser zu Robert Grabowski querlegte, der dann aus fünf Metern zur Führung vollendete. Doch der Jubel währte nur kurz, denn ein Sonntagsschuss von Toni Duwe senkte sich aus 25 Metern  unter die Latte und ließ Jentzen das Nachsehen (39.). Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nur wenig am Spielgeschehen. Doch ein individueller Fehler von Philipp Hempel bescherte den Rostockern einen Foulelfmeter, den Jentzen aber per Fußabwehr parierte (54.). Kurz darauf hatte Grabowski die große Möglichkeit zur Bützower Führung, scheiterte aber aus 16 Metern freistehend an Hafen-Torwart Oliver Lüth. Die Partie entwickelte sich im Laufe der Zeit immer mehr zu einem Spiel ohne Sieger, doch nach einem weiten Freistoß rutschte der Ball zu Dustin Lange durch, der aus kurzer Distanz Jentzen überwand (70.). Anschließend warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne, doch entweder fehlte Kopplow bei einem Linksschuss aus 15 Metern das Glück oder das Auge vom Schiedsrichter, denn als Paul Puskeiler aus der Distanz abzog, wehrte ein Rostocker das Leder in Torwartmanier ab. Der Pfiff blieb aber zum Entsetzen der TSV-Elf aus. So verwalteten die Hausherren das Ergebnis und gingen als Sieger vom Platz.

Zu diesem Zeitpunkt standen aber Stefan Kuchenbecker und Sebastian Lehmann schon nicht mehr auf dem Feld, die in der 60. bzw. 67. Minute unter dem Applaus der Bützower Anhänger ihren Dienst  vorzeitig beendeten.

 

TSV Bützow: Jentzen, Haack, Hempel, Puskeiler, Lehmann (67. Kiel), Kuchenbecker (60. Hojenski), Bladek, Kopplow, Miranda de Oliveira, Benecke (74. Rothamel), Grabowski

 

Torfolge: 0:1 Grabowski (37.), 1:1 (39.), 2:1 (70.)

 

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25. Spieltag - TSV Bützow - PSV Ribnitz-Damgarten 1:1 (1:0)

 

Mit einem 1:1-Unentschieden  gegen den PSV Ribnitz-Damgarten verabschiedeten sich die Fußball-Männer des TSV Bützow  vom heimischen Publikum. Es war ein hart erkämpfter Punktgewinn für die Hausherren, der am Ende  etwas glücklich ausfiel.

Das Bützower Spiel war mal wieder von zwei völlig verschiedenen Halbzeiten geprägt. Im ersten Durchgang ging der TSV ein enorm hohes Tempo und  kaufte somit den spielstarken Ribnitzern den Kauf ab. Die Gäste verbuchten nicht eine nennenswerte Torchance. Der Gastgeber hingegen ging bereits nach sieben Minuten in Führung. Stefan Kuchenbecker bediente den pfeilschnellen Leonardo Carvalho Pires aus dem Mittelfeld heraus mit einem Pass durch die Schnittstelle der Gäste-Abwehr, sodass der Brasilianer mit einem gefühlvollen Heber über den Ribnitzer Schlussmann hinweg zum 1:0 traf. Die lauffreudigen Bützower machten danach weiterhin Dampf und kamen immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen. Ein Treffer wollte ihnen aber nicht mehr gelingen. Trotzdem ging es mit einem guten Gefühl in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich jedoch das Bild. Der TSV musste dem hohen Tempo mächtig Tribut zollen  und sah sich aufkommenden Ribnitzern gegenüber. Diese hatten im ersten Abschnitt gut mit ihren Kräften gespart, sodass sie einen Zahn zulegten und das Geschehen klar bestimmten. Der Ausgleich war im Grunde nur eine Frage der Zeit.  Ärgerlich aus Bützower Sicht war allerdings, dass sie sich den Ball selber ins Netz legten. Alexander Goretzka bugsierte das Leder bei einem Klärungsversuch entscheidend ins Tor (67.). Der Punktgewinn geriet danach für den TSV noch gewaltig ins Wanken. Die Gäste verzeichneten  gute Gelegenheiten, in Führung zu gehen, doch ein aufmerksamer TSV-Keeper, Christopher Jentzen, der Pfosten sowie eine Portion Glück retteten den Bützowern das 1:1 über die Zeit. Dieser Zähler erwies sich am Ende als sehr wertvoll, denn dadurch kletterten die Bützower auf Rang sieben.  Diesen Platz wollen sie auch im Saisonfinale am Sonntag, 15. Juni, beim SV Hafen Rostock verteidigen.

 

TSV Bützow: Jentzen, Haack (83. Rothamel), Hempel, Goretzka, Puskeiler, Kuchenbecker,  Bladek (62. Benecke), Kopplow, Miranda de Oliveira, Carvalho Pires, Grabowski

 

Torfolge: 1:0 Pires (7.), 1:1 Goretzka (Eigentor) (67.)

 

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24. Spieltag - 1 .FC Binz - TSV Bützow 2:3 (0:2)

 

Mit einem 3:2-Auswärtssieg beim 1. FC Binz wahrten die Fußball-Männer des TSV Bützow die Chance auf Platz sieben. Nachdem der Klassenerhalt bereits perfekt gemacht wurde, ist das noch das einzige Ziel, was die Warnowstädter verfolgen.

Auf der Insel Rügen beherrschten die Gäste den direkten Konkurrenten in Durchgang eins eindrucksvoll. Aus einer blutjungen Abwehrreihe heraus (Durchschnittsalter 19 Jahre), zog der TSV ein bedachtes Spiel nach vorne auf. Ohne ihren Trainer Helge Marquardt, der privat verhindert war, übernahmen die Bützower Kicker selbst die Initiative und spielten frei auf. Bereits in der neunten Minute hebelte Alexander Goretzka mit einem Pass in die Spitze die Binzer Defensive aus und schickte Robert Grabowski auf Reisen. Der Angreifer tunnelte aus halblinker Position und 16 Metern den gegnerischen Keeper und traf flach in die Mitte zum 1:0. Dieser Treffer gab dem TSV noch mehr Sicherheit, der vor Spielfreude nur so strotzte. Es dauerte aber bis zur 42. Minute, ehe er einen weiteren Treffer nachlegte. Leonardo Carvalho Pires narrte seinen Gegenspieler im Strafraum und legte auf Grabowski zurück, der nicht lang fackelte und zum 2:0 und seinem 25. Saisontor einnetzte. Mit dieser Führung im Rücken ging es in die Pause, die den Bützowern überhaupt nicht bekam.

Anstatt weiter nach vorne zu agieren, zog sich das gesamte Team bis zum eigenen Strafraum zurück und machte den Gegner unnötig stark. Zwar hätte Grabowski frei vor dem Tor das 3:0 nachlegen müssen, doch der Einbruch war nicht zu erklären. Mit vielen langen Bällen und Einwürfen brachten die Binzer die Bützower Abwehr immer wieder ins Schwimmen. Nur mit Glück überstanden sie die eine oder andere heikle Situation. Erst ein katastrophaler Pass von Goretzka im Aufbauspiel ermöglichte den Gastgebern das 1:2, als Mirko Trams aus gut 30 Metern abzog und TSV-Keeper Christopher Jentzen sichtlich überraschte, denn der Ball schlug mittig im Tor ein (72.). Nun kam natürlich noch einmal Spannung auf, die die Bützower in der 87. Minute vermeintlich unterbanden, als Binz’ Tobias Spychalski  dem einschussbereiten Grabowski das Leder vom Fuß nahm und selbst ins eigene Tor schoss.  Doch kurz darauf ließ  sich der TSV auskontern und kassierte in der Schlussminute das 2:3 durch Felix Essner. Der Schlusspfiff rettete die Bützower dann aber vor dem Super-GAU und einem Punktverlust.

 

TSV Bützow: Jentzen, Haack (87. Benecke), Hojenski, Goretzka, Puskeiler, Kuchenbecker, Bladek (87. Rothamel), Miranda de Oliveira (59. Lehmann), Kopplow, Carvalho Pires, Grabowski

 

Torfolge: 0:1 Grabowski (9.), 0:2 Grabowski (42.), 1:2 (72.), 1:3 Eigentor (87.), 2:3 (90.)

 

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23. Spieltag - TSV Bützow - FSV Kühlungsborn 2:3 (1:1)

 

Eine ärgerliche 2:3-Heimniederlage kassierten die Bützower Fußball-Männer gegen den Tabellenzweiten der Landesliga Nord, FSV Kühlungsborn. Dabei agierte der TSV nach einem Platzverweis für die Gäste 50 Minuten in Überzahl und verschoss kurz vor Schluss noch einen Elfmeter. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht. Nach der Pause war dann alles weg. Jeder einzelne Spieler hat einen Schritt rausgenommen. Das verstehe ich nicht“, ärgerte sich Bützows Trainer Helge Marquardt nach dem Spiel. 
Der Fußballlehrer nahm im Gegensatz zum 4:2-Auswärtssieg beim Laager SV drei personelle Änderungen in der Startaufstellung vor. Für den verletzten Steve Bärmlich rückte Alexander Goretzka in die Innenverteidigung, außerdem meldeten sich Paul Puskeiler und Leonardo Carvalho Pires wieder zurück. Die beiden Flügelspieler gaben insbesondere dem Offensivspiel des TSV wieder mehr Impulse. Torchancen waren dennoch Mangelware. Aber auch der treffsichere Angriff der Kühlungsborner war nur selten zu sehen. Erst tief in der ersten Hälfte zeigte Rico Keil einmal mehr seine Extraklasse, als er nach einem schnell ausgeführten Freistoß alleine vor Bützows Torwart Christopher Jentzen auftauchte und diesen mit einem gefühlvollen Heber überwand (37.). Wenig später dezimierten sich die Gäste aber selbst, als der Johannes Niemann mit der Ampelkarte vom Feld geschickt wurde (39.). Dem TSV spielte dann Sekunden vor dem Pausenpfiff auch noch der Ausgleich durch Robert Grabowski in die Karten, als er von Carvalho Pires in die Gasse geschickt wurde und halbhoch rechts am Torwart vorbei vollstreckte. 
Im zweiten Durchgang schlich sich dann aber der Schlendrian bei den Bützowern ein. Es fehlte vor allem an Tempo und Zielstrebigkeit, sodass sich die Kühlungsborner nicht einmal richtig wehren mussten. Zudem leistete sich der TSV kapitale Abwehrschnitzer, die auch bestraft wurden. Der ehemalige TSV-Akteur Tobias Brandt erzielte in der 56. Minute die erneute Gäste-Führung. Der Stachel saß tief beim TSV, der nach wie vor ideenlos wirkte und nur dank einer energischen Einzelaktion von Max Haack zum wiederholten Ausgleich geführt wurde. Haack kam im Kühlungsborner Strafraum nach einem Kontakt seines Gegenspielers zu Fall. Den anschließenden Strafstoß versenkte Grabowski knapp neben dem linken Pfosten (65.). FSV-Keeper Philipp Reimer war mit der Hand noch am Ball. Das Spiel plätscherte danach so vor sich hin, bis die Bützower nach einem Eckball mal wieder im kollektiven Tiefschlaf waren und der eingewechselte Richie Ahrens aus drei Metern einköpfte (78.). Danach wurde die Partie hitzig, beide Seiten wehrten sich mit Händen und Füßen. Kühlungsborn verteidigte geschickt, bis Carvalho Pires den FSV-Schlussmann umkurven wollte und zu Fall gebracht wurde. Diesmal versagten Grabowski die Nerven und er scheiterte vom Punkt an Reimer, der wieder in die linke Ecke vom Schützen aus abtauchte und den Ball um den Pfosten lenkte (85.). Somit blieb es bei der bitteren Niederlage für den TSV, der nun am kommenden Sonnabend beim 1. FC Binz auf der Insel Rügen gefordert ist.

TSV Bützow: Jentzen, Haack (87. Rothamel), Hojenski, Goretzka, Lehmann, Kuchenbecker, Puskeiler, Miranda de Oliveira, Kopplow, Carvalho Pires, Grabowski

 

Torfolge: 0:1 (37.), 1:1 Grabowski (45.), 1:2 (56.), 2:2 Grabowski (65.), 2:3 (78.)

 

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22. Spieltag - Laager SV - TSV Bützow 2:4 (1:1)

 

Dank einer effektiven Chancenverwertung und mit ein wenig Glück des Tüchtigen setzten sich die Landesliga-Kicker des TSV Bützow am Sonnabend im Derby beim Laager SV mit 4:2 (1:1) durch.

Angesichts der ersten Halbzeit war das Ergebnis so nicht zu erwarten. Die Gäste zeigten sich zunächst überhaupt nicht auf der Höhe und ließen jegliche Einsatzbereitschaft und Spielfreude vermissen. Die  bissigen Laager kamen dadurch zu mehreren Gelegenheiten. Allerdings fehlte ihnen die nötige Präzision im Abschluss, denn entweder gingen die Schussversuche vorbei oder landeten bei TSV-Keeper Christopher Jentzen. Ohne die fehlenden Offensivkräfte Paul Puskeiler und Leonardo Carvalho Pires ging bei den Gästen dagegen nach vorne nichts. In der 31. Minute stellten die Bützower den Spielverlauf dann aber plötzlich auf den Kopf. Nach einem Ballgewinn von Vitor Miranda de Oliveira im Mittelfeld schalteten die Gäste blitzschnell um. Am Ende einer Ballstafette über mehrere Stationen servierte der Brasilianer Michael Benecke das Leder, der aus zehn Metern mit dem rechten Fuß abzog und flach ins linke untere Eck traf. „Das war die glücklichste 1:0-Führung, die ich je erlebt habe“, sagte Bützows Trainer Helge Marquardt im Nachhinein. Dieser Treffer stachelte die Laager noch einmal an, während der TSV versuchte, das Ergebnis in die Pause zu retten. Doch das ging schief. Bei einem langen Einwurf stieg Christian Klein im Bützower Strafraum am höchsten und sein Kopfball senkte sich in die lange Ecke ins Tor (42.).

Für den TSV war es ein Weckruf zur rechten Zeit, denn im zweiten Abschnitt nahm er den Kampf an. Plötzlich gestaltete sich das Geschehen ausgeglichen, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag zu Gunsten der Bützower gaben. In der 58. Minute schaltete sich der eingewechselte Alexander Goretzka in die Offensive ein und wurde von Robert Grabowski in den Strafraum geschickt, wo er von der halbrechten Position mit einem Flachschuss unter den Laager Schlussmann hindurch den 2:1-Führungstreffer für die Gäste besorgte. Gleichzeitig war es das Premierentor in der Landesliga für den 19-Jährigen. Fortan ging das Spiel hin und her. Selbst als Michael Benecke Robert Grabowski mit einem Flugball bediente und dieser mit einem Kopfball zu seinem 21. Saisontor vollendete (65.), ließen die Laager nicht locker. Allerdings entblößten sie dabei auch ihre Defensive, sodass der TSV zu einigen Konterchancen kam, aber nicht zielstrebig genug agierte. Erst als Davin Kopplow einen Freistoß vom rechten Strafraumeck schlitzohrig an der Mauer vorbei ins Tor brachte (84.), war die Partie entschieden. Die Hausherren kamen zwar durch einen verdeckten Drehschuss von der Strafraumkante  auf 2:4 heran, doch nach vier Minuten Nachspielzeit war der TSV-Sieg perfekt.

Für die Bützower war es der zweite Sieg in Folge, der nun sogar auf Platz sieben schielen lässt.

 

TSV Bützow: Jentzen, Haack, Hojenski, Bärmlich (62. Kiel), Lehmann, Kuchenbecker, Hempel (46. Goretzka), Miranda de Oliveira, Kopplow, Benecke (87. Rothamel), Grabowski

 

Torfolge: 0:1 Benecke (31.), 1:1 (42.), 1:2 Goretzka (58.), 1:3 Grabowski (65.), 1:4 Kopplow (84.), 2:4 (89.)

 

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21. Spieltag - TSV Bützow - TSV Graal-Müritz 9:0 (5:0)

 

Mit dem höchsten Sieg seit der Landesligazugehörigkeit schickten die Fußball-Männer des TSV Bützow am Sonnabend das Tabellenschlusslicht, TSV Graal-Müritz, nach Hause. 9:0 hieß es nach 90 Minuten für den TSV, der dadurch sein Torverhältnis kräftig aufpolierte und nun nur noch eine negative Bilanz von zwei Treffern aufweist. Währenddessen machte der Ligaprimus,FC Förderkader René Schneider, den Durchmarsch von der Kreisklasse in die Verbandsliga perfekt. Er gewann gestern mit 5:0 beim VfL Bergen und ist nicht mehr von der Spitze zu verdrängen, woran aber sowieso keiner mehr gezweifelt hat. 
Genauso verdient, wie es der Aufstieg der Rostocker ist, fiel der Bützower Sieg gegen Graal-Müritz aus. Sie gingen die Partie mit dem nötigen Respekt an, sodass sich gar nicht erst der Schlendrian einschlich. Immerhin kamen die Gäste mit dem ersten Saisonsieg im Rücken an die Warnow, weshalb der TSV gewarnt war. Da die Graaler dann aber den Fehler machten und versuchten, mitzuspielen, wurde es den Hausherren relativ einfach gemacht, zum Torerfolg zu kommen. Mit einem genialen Pass in die Tiefe schickte der brasilianische Neuzugang Vitor Miranda de Oliveira seinen Landsmann Leonardo Carvalho Pires auf die Reise, der den Gäste-Schlussmann gefühlvoll überlupfte und dann ins leere Tor einschob (13.). Damit war der Bann schon früh gebrochen und die Bützower kamen in regelmäßigen Abständen zu Treffern. Davin Kopplow (17.), Robert Grabowski (27./Elfmeter, 37.) sowie Philipp Hempel (39.) erhöhten schon vor dem Seitenwechsel auf 5:0.
Um das Debakel in Grenzen zu halten, agierten die Gäste im zweiten Durchgang dann defensiver, beschränkten sich nur noch auf das Verteidigen des eigenen Tores. Dadurch wurde die Begegnung noch einseitiger. Der TSV hatte es schwer, Lücken in der dicht gestaffelten Abwehr zu finden. Allerdings ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen und trug einen Angriff nach dem anderen vor. Nach einem feinen Doppelpass tauchte dann Miranda de Oliveira alleine vor Graal-Müritz’ Torwart auf und schob überlegt ein (60.). Beim 7:0 probierte es Paul Puskeiler mit einem Schuss aus der Distanz. Unter gütiger Mithilfe des Gäste-Keepers trudelte das Leder ins Netz (64.). Für das Endergebnis sorgte dann Davin Kopplow, der einen Doppelpack nachlegte (81., 90.) und somit seinen ersten Dreierpack für die Männermannschaft des TSV schnürte.
Die tapferen Graal-Müritzer sind aber letztlich nicht der Maßstab, denn nun warten wieder härtere Brocken auf die Bützower. Am kommenden Sonnabend , 14 Uhr, geht es zum Laager SV. Das Hinspiel verloren die Warnowstädter mit 0:3. 

TSV Bützow: Jentzen, Haack (82. Kiel), Bärmlich, Lehmann, Kuchenbecker (82. Benicke), Hempel, Miranda de Oliveira, Kopplow, Puskeiler, Carvalho Pires (46. Benecke), Grabowski

Torfolge: 1:0 Pires (13.), 2:0 Kopplow (17.), 3:0 Grabowski (27.), 4:0 Grabowski (Elfm./37.), 5:0 Hempel (39.), 6:0 Miranda de Oliveira (60.), 7:0 Puskeiler (84.), 8:0 Kopplow (81.), 9:0 Kopplow (90.)

 

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20. Spieltag - Bölkower SV - TSV Bützow 0:0

 

Der TSV Bützow fuhr zum Auswärtsspiel nach Bölkow, die hinter dem Förderkader auf Tabellenplatz zwei stehen und spielte erstmals seit dem 1. April 2010 wieder 0:0. 
Die Gastgeber fingen an wie die Feuerwehr. Die Defensive von Bützow schien noch gar nicht richtig auf dem Platz, da hatte Bölkow schon die erste Überzahlsituation. Doch Torwart Jentzen hielt die Gäste im Spiel. In der Folge war das Spiel sehr ausgeglichen und der Ball war hauptsächlich im Mittelfeld zu finden. Beide Teams standen kompakt, doch es gelangen ihnen keine richtigen Chancen mehr. Die langen Bälle von Bölkow wurden von der Bützower Defensive aufmerksam beseitigt. Bis zur Halbzeit passierte nichts mehr und man konnte nur auf besseres in der zweiten Halbzeit hoffen.
Die zweite Halbzeit startete jedoch genau so ausgeglichen, wie die Erste endete. Doch es waren nun mehr Strafraumszenen zu sehen, weil sich beide Teams nun mehr trauten. Die erste Chance hatte Bützow, als der Neuzugang Leo Pires sich durchtankte und auf die kurze Ecke zielte. Doch Torwart Köhlmann war zur Stelle und hielt. Vermutlich wäre der Querpass zu Grabowski die bessere Variante gewesen. Doch auch solche Chancen blieben Mangelware. Bis kurz vor dem Schlusspfiff konnten die beiden Teams nur nach Standards gefährlich werden, doch auch hier sollte der Torerfolg verwehrt bleiben. Dann wurde es nochmal spannend. Nach einem Distanzschuss konnte Jentzen zuerst halten, doch der Ball prallte langsam Richtung Torlinie. Sebastian Lehmann aber war zur Stelle und rettete für Bützow. Kurz darauf konnte Grabowski einen langen Ball von Jentzen erlaufen und wollte diesen über Köhlmann ins Tor köpfen, doch auch er war zur Stelle, sodass es beim 0:0 blieb.
Fazit: Ein gerechtes Unentschieden. Beide Teams spielten taktisch sehr überlegt. Die Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Durch das Remis von Bölkow kann der FC FK am nächsten Wochenende Meister werden. Bützow kann aufgrund der Tabellensituation wohl besser mit diesem Punkt leben. 

TSV Bützow: Jentzen, Haack, Hempel, Bärmlich, Lehmann, Kuchenbecker, Kopplow (85. Benecke), Miranda de Oliveira, Puskeiler, Pires, Grabowski
 
Quelle: fanreport.com

 

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19. Spieltag - TSV Bützow - FC FK René Schneider 1:4 (1:4)

 

Auch die Männer des TSV Bützow können den Durchmarsch des FC Förderkader René Schneider durch die Landesliga Nord nicht stoppen. Gegen den unangefochtenen Spitzenreiter und designierten Verbandsliga-Aufsteiger setzte es am Sonnabend vor offiziell 168 Zuschauern eine 1:4-Heimpleite. 
,,Wir haben leider gegen einen starken Gegner gespielt und müssen am Ende mit dem Ergebnis zufrieden sein", sagt TSV-Trainer Helge Marquardt.Nach sechs Minuten schnupperte seine Mannschaft sogar an einer Sensation und ging durch Leonardo Carvalho Pires mit 1:0 in Führung. Der brasilianische Neuzugang netzte von der Strafraumkante mit einem wuchtigen Linksschuss ein, nachdem er zuvor von Paul Puskeiler bedient wurde. Die Rostocker waren aber keineswegs geschockt und drückten anschließend dem Spiel ihren Stempel auf. Dass sie dabei häufig mit dem gleichen Strickmuster in die gefährliche Zone vor dem Bützower Tor kamen, sollte dem TSV aber ein Dorn im Auge sein. Er schaffte es einfach nicht, die Spielzüge über die Außenbahnen zu unterbinden und kassierte quasi mit Ansage nur wenig später den Ausgleich. Der Ball wurde auf Marc Mauersberger durchgesteckt, der mit einem langen Schritt den Ball aus spitzem Winkel an Christopher Jentzen vorbei ins Tor schoss (10.). Nur zwei Minuten später schnürte der sprintstarke Mauersberger seinen Doppelpack, als er einen in die Mitte abgewehrten Ball Jentzens aus kurzen Distanz über die Linie drückte. Gegen eine unermüdlich aufspielende Förderkader-Elf gerieten die Hausherren danach immer mehr unter Druck. Entlastungsangriffe der Bützower waren Mangelware, weil sie zu überhastet und ungenau agierten. Hinzu kam eine Zögerlichkeit, die die Rostocker in der 36. und 38. Minute mit einem weiteren Doppelschlag bestraften. Beide Male wurden Lars Rother und Pierre Malorny im Strafraum einfach nicht angegriffen, die jeweils überlegt einschoben. Der Halbzeitpfiff erlöste die TSV-Elf, die nach dem Seitenwechsel etwas mehr am Spiel teilnahm. Steve Bärmlich hätte sogar verkürzen müssen, als er nach einem Freistoß zu ängstlich zum Kopfball hoch stieg und völlig freistehend vergab. Auf der anderen Seite erspielte sich der FC Förderkader aber noch fünf, sechs richtige gute Chancen, die er jedoch nicht verwertete, ansonsten wäre die Niederlage für die Bützower viel schlimmerer ausgefallen. Deshalb hat man sich auf Seiten des TSV schnell mit der Pleite arrangiert. ,,Wir müssen unsere Punkte gegen andere Mannschaften holen", blickt Helge Marquardt schon wieder nach vorne. Am kommenden Sonnabend gastiert seine Elf um 15 Uhr beim Tabellenzweiten, Bölkower SV. 

TSV Bützow: Jentzen, Hempel (78. Schulz), Hojenski (46. Kiel), Bärmlich, Benecke, Kopplow, Miranda de Oliveira, Puskeiler, Pires, Diehl (34. Goretzka), Grabowski

Torfolge: 1:0 Pires (6.), 1:1 (10.), 1:2 (12.), 1:3 (36.), 1:4 (38.)

 

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18. Spieltag - SV Rot Weiß Trinwillershagen - TSV Bützow 4:2 (2:1)

 

Den 12. April werden die Bützower Landesliga-Fußballer in keiner guten Erinnerung behalten. Dass sie  ihr Auswärtsspiel in Trinwillershagen mit 2:4 verloren, ist dabei sogar noch am ehesten zu verschmerzen, vielmehr wiegt der Verlust von Kapitän Jakob Kühn  schwer, denn der Anführer verletzte sich bereits in der achten Minute ohne Einwirkung des Gegners schwer am rechten Knie. Mit Verdacht auf Kreuzbandriss verbrachte er den Rest des Spiels und des Tages in der Rostocker Uniklinik. Für den 27-Jährigen bedeutet das das Saison-Aus.

Für den TSV lief am Sonnabend aber auch alles andere schief. Die Mannschaft bekam überhaupt keinen Fuß auf den (schlechten) Platz. Da fußballerisch auf dem holprigen Geläuf nicht viel möglich war, ging viel über den Kampf – und diesen nahmen die Bützower kaum an. Zudem leisteten sie sich eklatante Fehler, die die Trinwillershagener eiskalt bestraften. Zunächst  irrte Hannes Hojenski mit dem Ball am Fuß durch den eigenen Strafraum, um dann einen Gegenspieler anzuschießen, von dessen Körper der Ball per Bogenlampe auf  das TSV-Tor zuflog. Schlussmann Christopher Jentzen machte dann auch keine gute Figur und servierte Patrick Pohl das Leder auf den Kopf, der aus einem Meter keine Mühe hatte, einzunicken (10.). In der 24. Minute gelang Robert Grabowski nach einem Eckball von Paul Puskeiler zwar der Ausgleich, trotzdem blieben die Gäste vieles schuldig. Die Fehlerkette riss einfach nicht ab und so kam Sebastian Lehmann kurz vor dem Pausenpfiff im eigenen Strafraum gegen einen Gegenspieler zu spät. Den fälligen Strafstoß verwandelte Tobias Semrau wuchtig in die Mitte (42.).

Im zweiten Durchgang ging dann ein kleiner Ruck durch die Bützower Mannschaft. Auf Vorlage von Puskeiler umkurvte Leonardo Carvalho Pires den Trinwillershäger Schlussmann und markierte den Ausgleich. Dann folgten aber zwei unglückliche Momente von Philipp Hempel. Zunächst bekam er den Ball im eigenen Strafraum aus Nahdistanz an die Hand, sodass Semrau zu seinem zweiten Elfmetertor kam (64.), dann unterlief ihm als letzter Mann ein Stockfehler, den Tom Borowski zur Entscheidung nutzte (83.).

Letztlich zeigten die Bützower ihre bisher schwächste Leistung unter der Regie von Marquardt und fuhren verdient als Verlierer nach Hause. 

 

TSV Bützow: Jentzen, Bärmlich, Hempel, Hojenski, Lehmann, Kühn (8. Schulz), Kopplow, Miranda de Oliveira, Puskeiler, Carvalho Pires,  Grabowski

 

Torfolge: 1:0 (10.), 1:1 Grabowski (24.), 2:1 (42.), 2:2 Pires (60), 3:2 (64.), 4:2 (83.)

 

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17. Spieltag - TSV Bützow - VfL Bergen 5:1 (3:1)

 

Die Landesliga-Elf des TSV Bützow setzt ihren Aufwärtstrend fort. Im Heimspiel gegen den VfL Bergen (4.) gewannen die Mannen von Trainer Helge Marquardt mit 5:1 (3:1). Tabellarisch bleibt zwar alles beim alten (Platz acht), doch die Formkurve zeigt beim TSV derzeit ganz klar nach oben.

Gegen die spielstarken Gäste wussten die Warnowstädter mal wieder mit einer kompakten Mannschaftsleistung zu überzeugen. Da die Bergener für ihre offensive Spielweise bekannt sind, kam es darauf an, in der Defensive gut zu stehen. Das gelang dem TSV größtenteils. Hinzu kam ein unbändiger Offensivdrang der Bützower, die dadurch schon früh zu einigen Gelegenheiten kamen. Aber auch vor den Gästen musste man auf der Hut sein, die in Minute 23 eine Unachtsamkeit der Hausherren gnadenlos bestraften. Zunächst landete einen 25-Meter-Schuss an Latte und Pfosten, doch den Abpraller verwertete Eric Zeggert per Flugkopfball zum 0:1. Der TSV war aber nur wenig geschockt und legte so richtig los. Nachdem Robert Grabowski zuvor drei Großchancen vergab, köpfte er eine Kopfballvorlage von Hannes Hojenski zum Ausgleich ein (33.). Der Bann war gebrochen. Wenig später wurde Oliver Diehl vor dem Strafraum in Szene gesetzt, der dann einfach mal aus 20 Metern abzog und im linken unteren Eck sein Ziel fand (37.). Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Leonardo Carvalho Pires sogar auf 3:1, als er von Diehl geschickt wurde (44.).

Mit dieser Führung im Rücken tat der TSV in Durchgang zwei nicht mehr als nötig und entschied die Partie in der 54. Minute endgültig. Ein Bergener verlor nach einem Zweikampf im eigenen Strafraum die Nerven und holte zum Ellenbogenschlag gegen Grabowski aus. Die Konsequenz war eine rote Karte wegen Tätlichkeit und Strafstoß für die Bützower, den Grabowski sicher verwandelte. Bergen war anschließend zwar bemüht, doch nach einigen vergebenen Chancen auf beiden Seiten setzte Carvalho Pires zwei Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt.

 

TSV Bützow: Jentzen, Bärmlich, Hempel, Hojenski, Lehmann, Kopplow (81. Schulz), Kühn, Miranda de Oliveira, Carvalho Pires, Grabowski, Diehl (75. Benecke)

 

Torfolge: 0:1 (24.), 1:1 Grabowski (33.), 2:1 Diehl (37.), 3:1 Pires (44.), 4:1 Grabowski (Elfm./55.), 5:1 Pires (88.)

 

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16. Spieltag - VfL Blau-Weiß Neukloster - TSV Bützow 0:3 (0:3)

 

Mehr oder weniger souverän setzten sich die Landesliga-Fußballer des TSV Bützow im Derby beim VfL Blau-Weiß Neukloster mit 3:0 durch. Alle drei Treffer erzielte die Elf von Trainer Helge Marquardt bereits im ersten Durchgang. Als Torschützen zeichneten sich die beiden Neuzugänge Leonardo Carvalho Pires (2.) sowie Paul Puskeiler per Doppelpack (27., 37.) aus.

Im zweiten Durchgang hätten die Gäste das Ergebnis sogar noch aufstocken müssen, obwohl sie nachlässiger agierten, allerdings versagten ihnen des Öfteren die Nerven, was einen deutlicheren Sieg verhinderte.

 

TSV Bützow: Jentzen, Haack (83. Kiel), Hojenski, Bärmlich, Lehmann, Kühn, Kopplow (86. Schulz), de Oliveira, Puskeiler, Benecke (67. Diehl), Pires

 

Torfolge: 0:1 Pires (2.), 0:2 Puskeiler (27.), 0:3 Puskeiler (37.)

 

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15. Spieltag - Güstrower SC - TSV Bützow 5:2 (2:2)

 

In einem attraktiven und teilweise hochklassigen Landesliga-Duell musste sich die erste Männermannschaft des TSV Bützow am Freitagabend unter Flutlicht  beim Güstrower SC mit 2:5 geschlagen geben. ,,Man muss letztlich anerkennen, dass der Gegner einfach besser war. Aber für meinen Geschmack ist die Niederlage ein wenig zu hoch ausgefallen“, sagt TSV-Trainer Helge Marquardt.

Der in der Winterpause mit vier Oberliga-Spielern verstärkte GSC drückte zu Beginn des Spieles  mächtig auf’s Gas und bestimmte das Geschehen. Erst nach einer Viertelstunde hatte der TSV mehr entgegenzusetzen und startete selbst einige Angriffe. Bei einem Vorstoß wagte sich auch Innenverteidiger Hannes Hojenski mit nach vorne und kam im GSC-Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Alexander Rau zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Robert Grabowski trat an und verwandelte (26.). Es war der Startschuss zu einer rasanten und kurzweiligen Begegnung. Kurze Zeit später missglückte Christopher Jentzen ein Abschlag, der postwendend zum ehemaligen Bützower Björn Plate durchgesteckt wurde. Der pfeilschnelle GSC-Kapitän vollendete mit einem Schuss in die kurze Ecke zum Ausgleich (33.). Von dem Schock noch gar nicht richtig erholt, gab es drei Minuten später wieder Foulelfmeter. Diesesmal aber für die Güstrower. Tobias Barachini nahm Maß und traf mit Hilfe der Lattenunterkante. Der GSC-Anhang war demnach in Jubelstimmung, doch nur wenige Sekunden später wich die Freude wieder. Grabowski profitierte von einer missglückten Kopfballabwehr der Güstrower Hintermannschaft und traf aus der Drehung zum 2:2. Vor der Pause hätte er seinen Dreierpack perfekt machen können, schrammte aber an einem Querpass von Leonardo Carvalho Pires vorbei. Dann war Halbzeit.

Im zweiten Durchgang mussten die Bützower dem hohen Tempo  jedoch Tribut zollen.  Eine aus TSV-Sicht unglückliche Schiedsrichterentscheidung führte dann zum 3:2. Bei einem Befreiungsschlag blockte ein Güstrower mit gestrecktem Bein. Die Gäste forderten sofort Freistoß, doch Rau ließ weiterlaufen. Im Anschluss wurde der Ball zu Barachini weitergeleitet, der wiederum im Abseits gestanden haben soll und quer zu Plate passte. Der hatte das leere Tor vor sich und der Rest war Formsache. Danach war die Moral der Bützower gebrochen. Als sie aber im gegnerischen Strafraum auftauchten, wurde Pires von den Beinen geholt, doch der  Pfiff blieb aus. Stattdessen kassierte der TSV im Gegenzug das 2:4 durch Marvin Bartelt (74.). Alles in allem war der GSC im zweiten Durchgang gefährlicher und scheiterte unter anderem am Querbalken. Der 5:2-Endstand vor 180 Zuschauern ging dann wieder auf das Konto eines ehemaligen Bützowers. Philipp Keup hob den Ball gedankenschnell  aus elf Metern über den herauseilenden Jentzen, der nach einem individuellen Fehler von Hojenski machtlos war (87.). 

 

TSV Bützow: Jentzen, Haack, Hojenski, Bärmlich, Lehmann, Kühn, Algner (55. Kopplow), Puskeiler, de Oliveira, Pires, Grabowski

 

Torfolge: 0:1 Grabowski (Elfm./26.), 1:1 (33.), 2:1 (36.), 2:2 Grabowski (37.), 3:2 (54.), 4:2 (74.), 5:2 (87.)

14. Spieltag - TSV Bützow - SV Prohner Wiek 1:0 (0:0)

 

Die Bützower Landesliga-Kicker starteten mit einem Heimerfolg in die Rückrunde und bezwangen den SV Prohner Wiek mit 1:0. Auf Seiten des TSV wusste man am Ende aber trotzdem nicht so recht, ob man sich darüber freuen  oder ärgern soll. Der Gastgeber ließ nämlich eine Vielzahl an hochkarätigen Einschussmöglichkeiten liegen, die gerade dem Torverhältnis der Bützower gut getan hätten. „Wichtig sind letztlich die drei Zähler“, bringt es TSV-Trainer Helge Marquardt auf den Punkt, der dieses Duell vorher als „Sechs-Punkte-Spiel“ bezeichnete. Tabellarisch  belegen die Bützower zwar weiterhin Rang acht, dennoch wurde der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ausgebaut.

Die Warnowstädter taten von Anfang an mehr für das Spiel. Der Gast mauerte sich hinten ein und lauerte nur auf Konter. Das erschwerte den Hausherren aber die Arbeit, weil ihnen gegen die massive Deckung der Prohner nicht viel einfiel. Außerdem mangelte es an der nötigen Laufbereitschaft, um Räume zu schaffen und gezielte Angriffe vorzutragen. Ab und zu gelangten die Bützower dennoch hinter die Deckung, meistens fehlte dann aber der finale Pass, um auch gefährlich zum Abschluss zu kommen.  Auf der anderen Seite wurde es nur einmal brenzlig, dafür aber richtig. Sebastian Lehmann klärte  wenige Zentimeter vor der Linie für seinen bereits geschlagenen Torhüter Christopher Jentzen. Ansonsten blieben die Gäste eher harmlos, sodass das Spiel zum Großteil in eine Richtung ging.

Spielte der TSV in Durchgang eins noch ein wenig zu umständlich, ging im zweiten Abschnitt immer mehr die Post ab. Schon drei Minuten nach dem Seitenwechsel fasste sich der brasilianische Neuzugang Vitor Miranda de Oliveira ein Herz und zog aus 16 Metern ab. Dieser Schuss fand den Weg ins Tor und erlöste die Hausherren. Befreiend wirkte dieses Tor aber nicht, zumindest für Angreifer Robert Grabowski, der sich in dieser Partie den Titel  „Chancentod“ erarbeitete. Drei glasklare Möglichkeiten, eine davon aus drei Metern, brachte er nicht im Tor unter. Auch sein Sturmkollege Oliver Diehl agierte glücklos und scheiterte im Eins-gegen-Eins-Duell. So mussten die Bützower bis zum Schluss um die drei Punkte bangen, weil die Prohner mit ein paar Freistößen aus dem Halbfeld immer mal wieder in den Bützower Strafraum gelangten, die TSV-Defensive aber alles bereinigte. Lediglich in einer  Abseitsposition trafen die Gäste, doch der Treffer zählte zurecht nicht. Es blieb schließlich beim knappen, aber hochverdienten Erfolg des TSV, der nun am kommenden Freitag gestärkt zum Derby nach Güstrow reist. Anpfiff der Partie ist um 19 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Jahnstadion.

 

TSV Bützow: Jentzen, Haack (84. Kiel), Hempel, Bärmlich, Lehmann, Kühn, Algner (77. Benecke), Kopplow (46. Diehl), Miranda de Oliveira, Carvalho Pires, Grabowski

 

Torfolge: 1:0 Miranda de Oliveira (48.)

 

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13. Spieltag - TSV Bützow - SV Hafen Rostock 2:0 (0:0)

 

In ihrem vorerst letzten Pflichtspiel für den TSV Bützow verabschiedeten sich Christian Boldt und Jan Algner mit jeweils einem Treffer für längere Zeit vom Fußball. Die beiden Bundeswehrsoldaten gehen Anfang des kommenden Jahres für mehrere Monate ins Ausland und stehen dem Team somit erst einmal nicht mehr zur Verfügung. Dafür verhalfen sie dem TSV im letzten Hinrundenspiel gegen den SV Hafen Rostock zum 2:0-Heimerfolg. Für die Warnowstädter war es ein immens wichtiger Sieg, denn dadurch überflügelten sie auch den Gegner in der Tabelle und überwintern auf Rang acht.

Allerdings hatten die Bützower viel Mühe, die Rostocker zu bespielen. Die Hafen-Crew stand in der Defensive sehr kompakt und lauerte auf Konter. Durch leichtsinnige Fehler im Spielaufbau lud sie der TSV auch dazu ein. Einfache Querpässe ohne Druck des Gegners landeten des Öfteren in den Füßen der Gäste, die damit aber zum Glück der Bützower nicht viel mit anfingen. Erst nach einem der unzähligen Freistöße der Hafen-Elf brannte es lichterloh im TSV-Strafraum. Zunächst wurde der Ball an die Latte geköpft, ehe die Rostocker den Nachschuss aus Nahdistanz am Tor vorbei schossen. In dieser Situation hatten die Hausherren mächtig Glück. „Wenn da das 0:1 fällt, geht das Spiel in eine ganz andere Richtung“, sagt Bützows Trainer Helge Marquardt. Der TSV-Coach war ohnehin mit dem Auftritt seiner Mannschaft im ersten Abschnitt überhaupt nicht einverstanden. „Wir waren viel zu statisch, haben immer wieder das Tempo rausgenommen“, sagt der 39-Jährige. Somit war es auch kein Wunder, dass die Gastgeber in Hälfte eins nicht eine nennenswerte Torchance verbuchten.

Sie steigerten sich aber in Halbzeit zwei. Zwar fehlte nach wie vor der Zug zum gegnerischen Tor, doch dafür stimmte zumindest die Laufbereitschaft. Zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Davin Kopplow einen Eckball auf Christian Boldt servierte, der das Spielgerät mit dem Kopf und der Schulter in die lange Ecke beförderte, wo es schließlich im Netz einschlug. Angesichts des Spielverlaufes war es fast schon zwangsläufig, dass eine der beiden Truppen am ehesten nach einem Standard erfolgreich sein wird, weil aus dem Spiel heraus bei den Bützowern und Rostockern nur wenig zusammen lief. Der Gast musste nach dem 0:1 mehr riskieren und öffnete für den TSV super Kontermöglichkeiten, die aber nicht zielstrebig nach vorne gespielt wurden. Somit mussten die Hausherren bis zum Ende zittern, ehe Jan Algner in der Nachspielzeit nach Pass von Jakob Kühn aus wenigen Metern zum 2:0 vollendete.

„In der zweiten Halbzeit hat meine Mannschaft so gekämpft, wie ich mir das vorstelle. Jetzt soll sie erst einmal komplett abschalten und den Kopf frei kriegen. Wir sehen uns erst im nächsten Jahr wieder“, sagt Helge Marquardt, der seine Truppe in die Winterpause verabschiedete.

 

TSV Bützow: Jentzen, Goretzka, Boldt, Bärmlich, Kiel, Mahncke, Algner, Kühn, Kopplow, Benecke (82. Haack), Grabowski (53. Wegner)

 

Torfolge: 1:0 Boldt (55.), 2:0 Algner (90.)

12. Spieltag - PSV Ribnitz-Damgarten - TSV Bützow 1:1 (0:0)

 

Nach drei hohen Niederlagen in Folge gelang den Landesliga-Kickern des TSV Bützow im Auswärtsspiel beim PSV Ribnitz-Damgarten zumindest mal wieder ein Teilerfolg. Sie erkämpften sich ein 1:1 und bescherten damit ihrem neuen Trainer Helge Marquardt einen durchaus gelungenen Einstand. „Kompliment an die Mannschaft. Das war eine starke kämpferische Leistung“, sagt der 39-Jährige.

Er schickte seine Truppe im 4-2-3-1-System auf den Platz, legte enorm viel Wert auf die Defensive. Und diese Formation war nach den Tiefschlägen der vergangenen Woche genau das richtige Konzept, denn die Bützower standen über die gesamte Spielzeit sehr kompakt und ließen fast nichts zu. „Die Chancen, die wir zugelassen haben, haben wir dann auch noch selber vorgelegt“, sagt Helge Marquardt. Der neue Trainer bewies aber ein glückliches Händchen und stellte Flügelflitzer Steve  Bärmlich, der am Freitag seinen 30. Geburtstag feierte,  in die Innenverteidigung neben Christian Boldt. Das Duo machte dann einen richtig guten Job und war der Fels in der Brandung für den TSV. Aufgrund der defensiven Ausrichtung litt aber auch das Offensivspiel der Bützower, sodass sich die Partie größtenteils zwischen den Strafräumen abspielte. Dort neutralisierten sich beide Truppen, wenngleich die Ribnitzer mehr Spielanteile und Ballbesitz verbuchten. Das durften sie aus Bützower Sicht aber auch, solange sie nicht in die Gefahrzone  eindrangen. In diesem Spiel lag deshalb auch lange Zeit kein Tor in der Luft, ehe die Gastgeber im zweiten Abschnitt nach einem Freistoß in Führung gingen. Marcus Hanke kam zentral  im Strafraum frei zum Schuss und versenkte das Leder unter den Querbalken (57.). Der TSV wich aber auch danach nicht von seiner Formation ab und lauerte auf seine Chance, die dann auch kam. Torsten Mahncke schippte einen Freistoß gefühlvoll in der Sechzehner, wo Christian Boldt mit dem Kopf zur Stelle war und aus acht Metern gegen die Laufrichtung des Ribnitzer Torwarts  einnickte (74.). Im Anschluss verteidigten die Bützower das Ergebnis mit aller Macht und fuhren mit einem Punktgewinn nach Hause. „Wir haben aus unseren Mitteln das Beste gemacht. Die Truppe hat sich voll und ganz an die Vorgaben gehalten“, sagt Helge Marquardt. Seine Schützlinge widmen den Punktgewinn aber auch seinem Vorgänger André Krüger. „Der Punkt ist für ihn. Mit seinem Rücktritt wollte er, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht. Das hat er erreicht“, sagt Kapitän Jakob Kühn. Was der eine Zähler am Ende wert ist, wird sich aber noch zeigen. Am kommenden Wochenende haben die Bützower spielfrei, ehe am 23. November das letzte Heimspiel der Hinrunde gegen  Hafen Rostock ansteht. 

 

TSV Bützow: Jentzen, Goretzka, Boldt, Bärmlich, Kiel, Kühn, Mahncke (83. Schulz), Algner (88. Huëp), Kuchenbecker (49. Runge), Kopplow, Grabowski

 

Torfolge: 1:0 (57.), 1:1 Boldt (74.)

11. Spieltag - TSV Bützow - 1. FC Binz 0:7 (0:3)

 

Paukenschlag beim TSV Bützow. Nach dem  0:7-Heimdebakel gegen den 1. FC Binz zog Trainer André Krüger die Reißleine und legte sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. „Ich denke, dass es besser ist, wenn das jemand anderer macht. Das Team ist an einem negativen Höhepunkt angelangt“, begründet  der scheidende Coach seinen Entschluss. Vor allem die Art und Weise, wie die Truppe zuletzt auftrat, sorgte beim Schlemminer für große Selbstzweifel, der den Trainerposten erst vor knapp einem halben Jahr übernahm.

Der peinliche  Auftritt gegen Binz brachte das Fass schließlich zum Überlaufen. Wieder einmal setzte das Bützower Team die Vorgaben ihres Trainers in keinster Weise um. Individuelle und taktische Fehler machten es den Gästen einfach, Tore zu schießen. Sicherlich musste Krüger wieder einmal personell umstellen, weil einige Spieler fehlten, doch auch das lässt der Ex-Trainer nicht als Entschuldigung gelten.

Dennoch ist die schwierige Personallage nicht von der Hand zu weisen. Seit dem Verbandsliga-Abstieg fällt das Team immer mehr auseinander. 15 Spieler haben der Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren den Rücken gekehrt. Stammkräfte wie Philipp Keup, Christian Urgast, Björn Plate, Alexander Dietrich, Tom Hagemann, René Röpcke Philipp Winter, Frank Fust oder auch André Krüger selbst sind nicht mehr dabei und hinterließen eine große Lücke, die die Mannschaft einfach nicht schließen kann. So droht jetzt sogar der Absturz in die Landesklasse. Die Tabellensituation ist jedenfalls prekär. Mit nun schon 37 Gegentreffern findet sich der TSV auf Platz elf wieder. Das Spiel gegen Binz macht zudem keine Hoffnung auf Besserung. Gegen einen keinesfalls übermächtigen Gegner waren die Bützower trotzdem hoffnungslos unterlegen. Dabei sollte die TSV-Truppe doch einfach nur das eigene Tor verteidigen, was aber wieder einmal nach hinten los ging. Schon nach zwölf Minuten traf Patrick Hildesheim zum 0:1, insgesamt netzte er viermal ein.

Zur Pause lagen die Hausherren 0:3 zurück, Krüger reagierte, brachte mit Andreas Runge, Torsten Mahncke und Sebastian Lehmann drei erfahrene Spieler, die das Debakel aber auch nicht mehr abwenden konnten, weil das Gesamtkollektiv versagte.

Zwei Spieltage vor dem Gang in die Winterpause sind die Bützower also an einem vorläufigen Negativ-Höhepunkt angekommen, der fast nicht mehr  zu glätten ist. Am kommenden Sonnabend steht das  schwere Auswärtsspiel beim PSV Ribnitz-Damgarten an.  Die Zukunft sieht ohnehin nicht rosig aus. Mit Christian Boldt und Jan Algner (Auslandseinsätze bei der Bundeswehr) fehlen in der Rückrunde zwei weitere Spieler. Wenn also im Winter personell wieder nicht nachgerüstet wird, sind Niederlagen fast schon vorprogrammiert, denn die Qualität innerhalb der Mannschaft lässt momentan  zu wünschen übrig. „Der Verein hat aber genügend Zeit, alle Hebel in Bewegung zu setzen“, sagt André Krüger.

Trotz der Misserfolge hätte  die Klubführung gerne mit ihm weiter gearbeitet. „Es ist sehr bedauerlich, dass André geht. Er ist sehr engagiert. Es war die Hoffnung da, mit ihm den Klassenerhalt zu schaffen“, sagt Vorstandsmitglied Michael Kloß. Die Vereinsleitung trifft sich heute Abend, um über einen Nachfolger und die Zukunft  zu reden.

 

TSV Bützow:  Jentzen, Boldt, Kühn, Kiel (46. Lehmann), Goretzka (46. Mahncke), Kuchenbecker, Holleitner, Bärmlich, Benecke (46. Runge), Kopplow, Grabowski

 

Torfolge: 0:1 (11.), 0:2 (32.), 0:3 (44.), 0:4 (49.), 0:5 (52.), 0:6 (72.), 0:7 (85.)

 

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10. Spieltag - FSV Kühlungsborn - TSV Bützow 5:0 (3:0)

 

Ganz einfach chancenlos waren am Sonntagnachmittag die Landesliga-Kicker des TSV Bützow im Auswärtsspiel beim FSV Kühlungsborn. Die Warnowstädter  gingen an der Ostsee mit 0:5 (0:3) unter und blieben damit zum zweiten Mal in Folge ohne eigenen Treffer.

TSV-Coach André Krüger nahm im Vergleich zur 0:3-Pleite gegen Laage drei personelle Änderungen vor und wählte eine defensive Variante. Der Plan ging zunächst auf, denn die Kühlungsborner kamen zu keinen zwingenden Chancen. In der 18. Minute verwandelte dann jedoch der Ex-Bützower Tobias Brandt einen Freistoß direkt und brachte den FSV in Front. Vorausgegangen war ein unnötiges Foul kurz vor dem Strafraum. Neun Minuten später dann wieder ein ungestümes Einsteigen, diesmal brachte Jan Algner Kühlungsborns Toptorjäger Rico Keil zu Fall. „Da stellen wir uns zu dämlich an. Den kann man geben“, sagt Krüger. Hannes Zirnsack verwandelte den Strafstoß mit viel Glück, denn TSV-Keeper Christopher Jentzen war in der richtigen Ecke und am Ball dran. Auch das dritte Gegentor fiel nach einem Standard. Ein Freistoß der Hausherren landete nach einem Luftloch von Steve Bärmlich vor Keils Füßen, der sich die Chance die entgehen ließ (35.). Damit war die Partie schon entschieden, denn ein Aufbäumen der Bützower war Fehlanzeige. „Uns fehlt einfach einer, der die Ärmel hoch krempelt und voran geht. Stattdessen gehen bei uns die Köpfe nach einem Gegentor immer nach unten“, moniert André Krüger die Moral seiner Truppe.

Im zweiten Durchgang stellte er offensiver auf, um vielleicht doch noch etwas zu reißen. Aber vom TSV kam weiterhin nichts. Dafür legte Keil das 4:0 nach. Er nickte einen Freistoß in aller Ruhe ein (53.). Nicht nur in dieser Situation waren die Gäste in den Zweikämpfen wieder einmal nicht präsent. „Ich habe eine blutleere Mannschaft gesehen, die zu leise, körperlos und ohne Leben agierte“, sagt Krüger. Der 5:0-Endstand (78.), erneut durch Keil, war dann fast schon eine logische Konsequenz des schwachen Bützower Auftritts.

„Das Gute ist, dass die Teams hinter uns auch verloren haben. Wir brauchen unbedingt ein Erfolgserlebnis, arbeiten da in dieser Woche drauf hin. Wir können uns nur selbst da unten rausholen. Die Tabellensituation ist akut“, sagt Krüger. 

 

TSV Bützow: Jentzen, Boldt, Kühn, Kiel, Goretzka, Algner (54. Diehl), Wegner (46. Lehmann), Kuchenbecker, Bärmlich (84. Benecke), Kopplow, Grabowski

 

Torfolge: 1:0 (18.), 2:0 (27.), 3:0 (35.), 4:0 (53.), 5:0 (78.)

9. Spieltag - TSV Bützow - Laager SV 0:3 (0:3)

 

Im fünften Heimspiel der Saison kassierten die Bützower Landesliga-Kicker zum vierten Mal drei Gegentore und unterlagen deshalb dem Laager SV mit 0:3. Tabellarisch rutschte die TSV-Elf von Platz sechs auf Rang neun.

Die Warnowstädter hatten sich vor diesem Duell viel vorgenommen, wollten vor allem der Defensive mehr Stabilität verleihen, doch die taktische Marschroute wurden schon nach zwei Minuten über den Haufen geworfen. Nachdem Bützows Philipp Hempel in der ersten Minute eine Großchance ausließ, als er elf Meter vor dem Tor am Laager Schlussmann Christof Steinberg  scheiterte, markierten die Gäste im direkten Gegenzug die Führung. Dabei machte die Bützower Abwehr mal wieder keine gute Figur, weil sie zu weit aufgerückt war und ein Befreiungsschlag die letzte Reihe aushebelte. Laages Christian Klein setzte im Laufduell gegen Jan Algner geschickt seinen wuchtigen Körper ein und schob überlegt zum 1:0 ein. Das spielte den ohnehin defensivstarken Laagern natürlich  in die Karten, die auf Konter lauerten. So fiel auch das 2:0.  Wieder war es ein Pass in die Tiefe, der die TSV-Abwehr alt aussehen ließ, inklusive Torhüter Christopher Jentzen, der beim Herauslaufen zögerte und somit Mathias Schmechel vor ihm  an den Ball kam und einschob (7.). Diese katastrophalen Aussetzer häufen sich mittlerweile bei den Bützowern. Sie kassierten  nicht umsonst schon 25 Gegentore.  Das ganze Dilemma gipfelte dann mit dem  3:0, als ein Abstoß im Mittelfeld per Kopf verlängert wurde und Kevin Wiegold  frei vor Jentzen auftauchte. Wieder war der TSV-Keeper geschlagen (30.). Damit war das Spiel praktisch durch, denn die  Bützower strahlten kaum Torgefahr aus, agierten wieder einmal zu statisch und kopflos. Der Ballführende wurde meistens im Stich gelassen, weil sich die Mitspieler zu wenig  bewegten. Mit dem Prinzip Hoffnung wurden die Bälle stattdessen lang und weit nach vorne geschlagen, wo  aber nur selten ein Abnehmer zu finden war. Insgesamt war es also von hinten bis vorne eine maue Vorstellung, die Bützows Trainer André Krüger  in der Pause die Sprache verschlug. Mit einer neuen Formation schickte er sein Team nach nur einer Minute wieder aus der Kabine.

Die Umstellung fruchtete aber. Mit Jakob Kühn als Libero kehrte endlich die erhoffte Stabilität in die  Abwehr ein. Laage verzeichnete im zweiten Abschnitt keine Torchance mehr. Der TSV aber ebenso wenige. Er war zwar deutlich engagierter und bemühter, doch es fehlte weiterhin die nötige Durchschlagskraft. Jan Algner probierte es deshalb mit einem Schuss aus 18 Metern, den Laages Torhüter glänzend parierte. Mehr Höhepunkte hatte die ereignisarme zweite Hälfte nicht zu bieten, sodass die Gäste als verdienter Sieger vom Platz gingen und bis auf einen Zähler an die Bützower heran rückten.

Anstatt sich im Mittelfeld zu etablieren, müssen die Warnowstädter nun sogar aufpassen, nicht auf einen Abstiegsplatz zu rutschen. Der Vorsprung ist jedenfalls gering. Dementsprechend frustriert und sprachlos war man im TSV-Lager nach dem Laage-Spiel. „Mir fehlen die Worte“, sagte André Krüger. Er richtet den Blick aber auch schon nach vorne: „Dann müssen wir eben sehen, dass wir am Sonntag in Kühlungsborn etwas mitnehmen.“ Das wird aber eine hammerharte Aufgabe, denn der FSV siegte mal eben beim SV Prohner Wieck mit 7:0. Auf die bis dato  schwächelnde  Bützower Defensive wartet  also ein echter Prüfstein. Es kann nur besser werden.

 

TSV Bützow: Jentzen, Algner, Boldt, Lehmann, Kiel, Hempel (68. Wegner), Kühn, Kuchenbecker, Bärmlich (68. Diehl), Benecke (68. Kopplow), Grabowski

 

Torfolge: 0:1 (2.), 0:2 (7.), 0:3 (30.)

8. Spieltag - TSV Graal-Müritz - TSV Bützow 2:7 (2:2)

 

Wenn die Männer des TSV Bützow in der Fußball-Landesliga Nord zum Punktspiel antreten, sind Tore garantiert. So auch beim TSV Graal-Müritz, wo die Schützlinge von Trainer André Krüger einen 7:2-Kantersieg feierten. Insgesamt fielen also in den Duellen mit Bützower Beteiligung nach acht Spieltagen schon 46 Tore, das sind  mehr als fünf Treffer pro Partie. Die Überraschung blieb in Graal-Müritz also  aus, dafür sorgte Krüger in der Startelf  für eine mutige Entscheidung und ließ den 18-jährigen Julian Benicke debütieren. „Ich wollte, dass wir spielerisch zum Erfolg kommen, deshalb habe ich mich für Julian entschieden“, sagt der Bützower Trainer.

Beim Tabellenletzten in Graal-Müritz  eröffnete Jakob Kühn bereits in der fünften Minute den Torreigen, als er nach einem eigenen Ballgewinn im Mittelfeld durchstartete und vor dem Tor überlegt  verwandelte. Der TSV wusste aber dennoch nicht zu überzeugen, ließ sich vor allem durch die langen Bälle der Heimelf immer wieder in Verlegenheit bringen.  Das 1:1 entstand jedoch durch einen Einwurf, der Bützows Christian Boldt über den Scheitel rutschte und im eigenen Tor landete (15.). Im Anschluss hatten die Hausherren sogar den Führungstreffer auf dem Fuß, doch das Torgestänge rettete für die TSV-Truppe. Vier Minuten vor dem Seitenwechsel sorgte  dann Steve Bärmlich für einen hellen Moment und schickte Oliver Diehl in den Strafraum. Der Rechtsfuß legte dort für Robert Grabowski quer, der dann nur noch einschieben musste.  Das 2:2-Halbzeitresultat folgte wenig später fast mit dem Pausenpfiff. Die Gäste bekamen den Ball einfach nicht aus der Gefahrenzone, sodass  nach einer Hereingabe  ein Graal-Müritzer  völlig frei stand und aus kurzer Distanz einnetzte.

Das Schlusslicht witterte demnach wieder eine Chance, dezimierte sich jedoch kurz nach Wiederbeginn mit einer gelb-roten Karte (48.). In Überzahl und mit einem weiteren personellen Wechsel, Tim Wegner kam für Diehl (61.), zogen die Bützower die Zügel deutlich an und waren klar besser. Als Steve Bärmlich dann im Strafraum vom Torwart zu Fall gebracht wurde, traf Grabowski vom Elfmeterpunkt zum wichtigen 3:2 (64.), denn danach wurde die Partie zum Selbstläufer. Die Moral der Gastgeber war gebrochen und der TSV startete einen Angriff nach dem anderen.  Die weitere Tore durch Bärmlich (73., 86.), Grabowski (81.) und Davin Kopplow (88.) drücken die Überlegenheit  auch im Ergebnis aus.

Der klare Sieg darf aber nicht überbewertet werden, denn die Graal-Müritzer waren  kein Gradmesser. Die kommende Aufgabe gegen Laage wird wohl deutlich schwerer (19. Oktober).  Tore sind aber auch dann fast schon vorprogrammiert. Fragt sich nur für wen?

 

TSV Bützow: Jentzen, Kopplow, Boldt, Kuchenbecker, Kiel, Kühn, Benicke (46. Huëp), Diehl (61. Wegner), Bärmlich, Benecke, Grabowski

 

Torfolge: 0:1 Kühn (5.), 1:1 (15.), 1:2 Grabowski (41.), 2:2 (45.), 2:3 Grabowski (64.), 2:4 Bärmlich (73.), 2:5 Grabowski (81.), 2:6 Bärmlich (86.), 2:7 Kopplow (88.)

7. Spieltag - TSV Bützow - Bölkower SV 2:3 (0:1)

 

Die Fußball-Männer des TSV Bützow kommen in der Landesliga Nord einfach nicht über das Mittelmaß hinaus und müssen sogar aufpassen, nicht noch weiter  durchgereicht zu werden. Gegen den Tabellenzweiten, Bölkower SV, unterlagen die Schützlinge von Trainer André Krüger auf heimischem Geläuf mit 2:3 (0:1).

Obwohl der TSV-Coach im Gegensatz zur 2:6-Pleite beim FC Förderkader René Schneider vier Änderungen in der Startelf vornahm, blieben die Warnowstädter wieder einmal hinter ihren eigenen Erwartungen und Ansprüchen zurück. Die taktische Marschroute, defensiv kompakt zu stehen, wurde schon nach elf Minuten über den Haufen geworfen. Nach einem eigenen Eckball, der von den Bölkowern geklärt wurde, standen die Hausherren hinten total offen und wurden eiskalt ausgekontert. Der pfeilschnelle Kevin Kleindorff enteilte allen Bützowern und umkurvte auch noch TSV-Keeper Christopher Jentzen. Die Gastgeber waren dadurch gefordert, selber die Initiative zu übernehmen und Angriffe zu kreieren. Ihnen fehlte aber die Ball- und Passsicherheit, um den Gästen auch nur annähernd gefährlich zu werden. Stattdessen nutzten die Bölkower einige Ballverluste der Bützower und konterten immer wieder gefährlich. Wäre Abwehrchef Christian Boldt einmal nicht auf der Höhe und im letzten Moment dazwischen gewesen, hätten die Gäste schon zur Pause locker mit 2:0 führen können.

Diesen Treffer hoben sie sich schließlich für den zweiten Durchgang auf, als die TSV-Elf einen eigenen Freistoß leichtfertig herschenkte und der agile Kleindorff mustergültig Marcus Wittenburg im Strafraum bediente. Dieser hatte wenig Mühe, zum 2:0 einzunetzen (57.). Das Spiel hätte in der 68. Minute noch einmal kippen können, als Bölkows Sven Bildhauer wegen Schiedsrichterbeleidigung  die rote Karte sah. Doch in der folgenden Offensivaktion verlor Jan Algner als letzter Mann den Ball, sodass Kleindorff wieder auf die Reise geschickt wurde. Vor dem Tor legte er uneigennützig quer auf Wittenburg, der seinen Doppelpack schnürte (70.). Doch nur eine Minute später verkürzten die Bützower auf 1:3. Robert Grabowski versenkte einen Handelfmeter. Der TSV ging nun noch einmal volles Risiko und öffnete die Pforten. Dadurch ergaben sich reichlich Konterchancen für die Bölkower, die sie teilweise kläglich vergaben. Stattdessen wurde es richtig spannend, als Grabowski mit seinem zehnten Saisontor das 2:3 aus Nahdistanz markierte. Weil die Bölkower nach wie vor den Sack nicht zumachten, hatte Boldt sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß, doch bei einem strammen Schuss aus wenigen  Metern stand ihm ausgerechnet sein eigener Mitspieler Davin Kopplow im Weg und blockte den Versuch unfreiwillig ab. So blieb es bei der knappen, aber verdienten Pleite der Bützower, die nach zwei Niederlagen am Stück am kommenden Sonnabend beim Letzten, TSV Graal-Müritz, unbedingt gewinnen müssen.

 

TSV Bützow: Jentzen, Algner, Boldt, Goretzka (64. Huëp), Kiel, Kühn, Kuchenbecker,  Kopplow, Bärmlich, Diehl (58. Haack), Grabowski

 

Torfolge: 0:1 (11.), 0:2 (57.), 0:3 (70.), 1:3 Grabowski (71.), 2:3 Grabowski (85.)

 

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6. Spieltag - FC Förderkader René Schneider - TSV Bützow 6:2 (3:1)

 

Beim Spitzenreiter FC Förderkader René Schneider setzte es für die Landesliga-Elf des TSV Bützow eine klare 2:6-Niederlage.

Die Gäste waren von Anfang an vor allem in der Arbeit gegen den Ball überfordert und erlaubten den Rostockern einige Torchancen. Der erste Treffer ließ auch nicht lange auf sich warten. Sven Schimanski  durfte den Ball im Bützower Strafraum ungehindert annehmen und vollendete dann mit einem Heber über Christopher Jentzen zum 1:0 (12.). Die TSV-Abwehr war in der Folge  des Öfteren nicht im Bilde und konnte sich bei der fahrlässigen Chancenverwertung der Hausherren bedanken, dass ihre Fehler nicht noch häufiger bestraft wurden, als ohnehin schon. Der pfeilschnelle Marc Mauersberger (14.) und der erfahrene Falk Orlowski (27.) schraubten das Ergebnis dennoch vor der Pause auf 3:0 in die Höhe. Die Bützower gaben in der 36. Minute ein Lebenszeichen von sich, als Robert Grabowski am Fünfmeter-Raum vom Rostocker Schlussmann von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst. Zur Pause blieb es bei der Zwei-Tore-Führung der Gastgeber, die auch nach dem Seitenwechsel klar tonangebend waren. Vor allem spielerisch waren die Hausherren den Bützowern um Längen voraus und tauchten so immer wieder gefährlich vor dem TSV-Gehäuse auf. Das 4:1 hauten sich die Warnowstädter in Person von Steve Bärmlich auch noch selber rein (52.). Drei Minuten später gab es dann auch auf der anderen Seite wieder einen Aufreger. Der am Pfosten stehende Ex-Bützower Michael Köster soll einen Kopfball von Bärmlich mit dem angelehnten Arm aufgehalten haben und sah dafür die rote Karte. Wieder gab es Elfmeter, wieder verwandelte Grabowski. Dass die Hausherren fortan in Unterzahl agierten, war zu keiner Zeit zu erkennen. Sie legten sogar noch zwei weitere Treffer nach (Roberto Hampel/71., Marcel Jankowski/75.) und führten die Bützower vor. Mit dem halben Dutzend waren die Gäste am Ende noch gut bedient.

 

TSV Bützow: Jentzen, Leu (46. Goretzka), Boldt, Lehmann, Bärmlich, Haack (46. Diehl), Kuchenbecker, Algner, Benecke, Grabowski, Kopplow

 

Torfolge: 1:0 (12.), 2:0 (14.), 3:0 (27.), 3:1 Grabowski (36.), 4:1, 4:2 Grabowski (55.), 5:2 (71.), 6:2 (75.)

 

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5. Spieltag - TSV Bützow - Rot-Weiß Trinwillershagen 3:0 (0:0)

 

Fußball kann manchmal so ungerecht sein. Mit diesem Gefühl reisten  die Landesliga-Kicker des SV Rot-Weiß Trinwillershagen am Sonnabend vom TSV Bützow ab, der am Ende 3:0 gewann, allerdings nur von der Abschlussschwäche der Gäste profitierte.  „Unverdienter kann man fast gar nicht gewinnen. Die drei Punkte nehmen wir trotzdem mit“, sagt Bützows Trainer André Krüger. Die Trinwillershagener waren von Anfang an die bessere Mannschaft und brachten den TSV schon früh in Schwierigkeiten. Der Gastgeber  war aber auch selbst daran schuld, da er die Vorgaben von Krüger nicht umsetzte. „Wir wollten eigentlich Pressing spielen. Das hat nur einmal geklappt, als wir den Elfmeter rausgeholt haben“, sagt der Coach. In der zehnten Minute wurde Oliver Diehl nach energischem Nachsetzen zu Fall gebracht, doch Robert Grabowski scheiterte am Gäste-Schlussmann Karsten Peters. „Das war auch unsere einzige Chance in der ersten Halbzeit. Der Gegner hatte aber vier Hochkaräter“, erklärt Krüger.  Die Bützower konnten sich in diesem Spiel auf ihren Torwart Christopher Jentzen verlassen, der alle Schussversuche entschärfte.

Im zweiten Durchgang blieben die Bützower weiterhin blass. In der 65. Minute bewies André Krüger aber ein glückliches Händchen und wechselte Sven Huëp ein, der dem Offensivspiel des TSV gut tat. In der Abwehrarbeit blieben die Hausherren aber nach wie vor vieles schuldig. Da die Rot-Weißen jedoch weiterhin mit ihren Möglichkeiten sündigten, gingen stattdessen die Bützower in der 77. Minute in Führung. Huëp schirmte einen Einwurf gekonnt ab und bediente den besser postierten Grabowski, der diesmal die Nerven bewahrte und aus zehn Metern zum 1:0 einschob. Im Anschluss  wurde es dann für den TSV etwas leichter, weil die Trinwillershagener ihre Defensive etwas entblößten und die Bützower so Platz zum Kontern hatten. Drei Minuten vor dem Ende vollendete dann Jan Algner einen Tempogegenstoß energisch zum 2:0. In der Schlussminute war dann Grabowski frei durch und servierte dem mitgelaufenen Huëp das Leder, der nur noch den Fuß hinhalten musste.

„Wir schießen abgezockt unsere Chancen rein. Ich glaube, dass wir Hupe (Sven Huëp – Anm. d. Red) gebracht haben, war ein Glücksgriff. Und wir müssen uns bei Schoko (Christopher Jentzen – Anm. d. Red.) bedanken, der hat ganz gut gehalten. Ansonsten musst du einfach nur glücklich sein über die drei Punkte. Im Fußball zählt halt nur das nackte Ergebnis. Wir wollten gewinnen, und das haben wir gemacht“, sagt André Krüger.

 

TSV Bützow: Jentzen, Wegner,  Kühn, Lehmann, Bärmlich, Kuchenbecker, Kopplow, Grabowski, Diehl (46. Benecke), Hempel (65. Huëp), Algner

 

Torfolge: 1:0 Grabowski (77.), 2:0 Algner (87.), 3:0 Huëp (90.)

 

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4. Spieltag - VfL Bergen - TSV Bützow 4:0 (1:0)

 

Für die Bützower Landesliga-Elf gab es gestern Nachmittag beim VfL Bergen nichts zu holen. Das Team von Trainer André Krüger unterlag auf der Insel Rügen mit 0:4 und war am Ende mit der Höhe der Niederlage sogar noch gut bedient. „Das war schon sehr enttäuschend. Wir hatten nicht eine einzige Torchance“, sagt Krüger. Er musste in dieser Partie allerdings auch auf zahlreiche Akteure verzichten. Mit Christian Boldt, Philipp Hempel, Michel Kiel und Stefan Kuchenbecker standen schon im Vorfeld vier Stammkräfte nicht zur Verfügung. Zu allem Überfluss meldete sich gestern morgen auch noch Steve Bärmlich krank ab.

Mit der letzten Aufstellung, so Krüger, waren die Bützower von Anfang an darauf bedacht,  hinten die Null zu halten. Im ersten Abschnitt  gestaltete die Rumpftruppe das Spiel auch noch einigermaßen ausgeglichen und hätte diesen fast schadlos überstanden.  Nachdem die Bergener noch zwei gute Chancen ausließen, unterlief TSV-Keeper Christopher Jentzen in der 43. Minute jedoch einen Eckball, den Mathias Thurow am zweiten Pfosten unbedrängt einköpfte. Das war dann der Anfang der Misere, denn in der zweiten Hälfte leisteten sich die Gäste haufenweise individuelle Fehler. Davon profitierten schließlich die Hausherren und  waren klar tonangebend. Beim zweiten und dritten Gegentreffer durch Eric Zeggert (68.) und Philip Lüdtke (75.)  leisteten  jeweils die Bützower die Vorarbeit, sodass beide VfL-Kicker am Ende alleine vor Jentzen auftauchten und eiskalt verwandelten. Der TSV selbst überbot sich dagegen in der Offensive an Harmlosigkeit, weil ihm immer wieder die zündenden Ideen fehlten. Gerade da machte sich beispielsweise das Fehlen von Stefan Kuchenbecker bemerkbar, der dem Bützower Angriffsspiel mit seiner Übersicht in aller Regel die Impulse verleiht. „Es fehlte stets der finale Pass nach vorne. Stattdessen erlaubten wir uns zu viele Ballverluste durch individuelle Schwächen. Drei Gegentore waren ganz klar vermeidbar“, sagt André Krüger. Seine Mannschaft konnte von Glück reden, dass nur noch Tim Vergils einen weiteren Treffer nachlegte (85.), denn die Bergener gingen mit ihren zahlreichen großartigen Torchancen einfach nur schlampig um. „Der Sieg ist auch in der Höhe verdient. Wir waren eindeutig schlechter“, so das abschließende Fazit von Krüger.

Nach vier Spieltagen stehen somit erst vier Zähler zu Buche. Am kommenden Wochenende haben die Bützower spielfrei, ehe es am 14. September mit einem Heimspiel gegen  Trinwillershagen weitergeht.

 

TSV Bützow: Jentzen, Wegner, Kühn, Lehmann, Benecke, Algner (83. Goretzka), Kopplow, Haack, Grabowski, Huëp (46. Leu), Diehl.

 

Torfolge: 0:1 (43.), 0:2 (68.), 0:3 (75.), 0:4 (85.)

 

3. Spieltag - TSV Bützow - VfL Blau-Weiß Neukloster 3:3 (1:2) 

 

Am dritten Spieltag der Fußball-Landesliga Nord trennten sich  die Männer des TSV Bützow am Sonnabend im Heimspiel gegen den VfL Blau-Weiß Neukloster 3:3. Am Ende war es für die Hausherren ein glücklicher Punkt, wenngleich sie sogar noch die Chance zum Sieg hatten.

Wenn es im Fußball einen Fehlstart gibt, dann hatten die Bützower einen. Sie kamen so schlecht aus den Federn, dass sie nach zehn Minuten schon 0:2 zurücklagen. Bis dahin gewannen sie gefühlt keinen Zweikampf und gerieten in der sechsten Minute durch einen Kopfball nach einer Ecke  in Rückstand. Schon da fehlte die nötige Nähe, um das Tor zu verhindern. Beim zweiten Treffer half dann auch noch TSV-Keeper Christopher Jentzen mit, der sich gegen seinen Ex-Klub einen Schuss von Patrick Wichmann ins eigene Netz legte. Bützows Trainer André Krüger musste reagieren und  nahm einen Doppelwechsel vor (17.). Fortan lief es etwas besser, aber keineswegs berauschend. Als Robert Grabowski aus Nahdistanz der Anschluss gelang, keimte wieder Hoffnung bei den Bützowern auf (25.).  Sie  agierten jedoch weiterhin zu pomadig und mit zu wenig Zug zum Tor. Der 1:2-Halbzeitrückstand war die logische Konsequenz.

Für den TSV war trotzdem noch genug Zeit, um das Ergebnis besser zu gestalten, dementsprechend motiviert ging er in den zweiten Abschnitt. Es mangelte aber weiterhin an Ideen und Spielverständnis, die, bei Kontern stets gefährlichen Neuklosteraner in Bedrängnis zu bringen. Als dann auch noch Wichmann mit einem Schuss in den Knick das 3:1 nachlegte, sahen die Gastgeber wie der sichere Verlierer aus. Doch nachdem Steve Bärmlich der schnelle Anschluss gelang, warfen die Bützower alles nach vorne. Nach einem Freistoß von Davin Kopplow bugsierte dann schließlich Christian Boldt den Ball per Hinterkopf zum 3:3 ins Tor (85.). Wenig später hätte Bärmlich dann der gefeierte Held werden können, als er alleine in den Strafraum eindrang und völlig frei die Nerven verlor. Statt denn Ball aus zwölf Metern ins Tor zu tragen, probierte er es mit Gewalt und scheiterte am VfL-Schlussmann. Somit blieb es beim Remis, dass beiden Teams im Abstiegskampf nicht wirklich weiterhilft. Mehr als um den Klassenerhalt kann es dem TSV angesichts dieser Leistung momentan nicht gehen.

 

TSV Bützow: Jentzen, Algner, Boldt, Goretzka (17. Diehl), Lehmann, Kuchenbecker (35. Huëp), Kühn, Benecke (17.  Borsdorf), Kopplow, Bärmlich, Grabowski

 

Torfolge: 0:1 (6.), 0:2 (10.), 1:2 Grabowski (25.), 1:3 (70.), 2:3 Bärmlich (74.), 3:3 Boldt (85.)

 

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2. Spieltag - TSV Bützow - Güstrower SC 2:3 (1:0)

 

2:0 geführt und am Ende trotzdem verloren – am Freitagabend hatte nur der Güstrower SC auf dem Sportplatz am Wall einen Grund zu feiern, denn die Barlachstädter gewannen das rasante Landesliga-Derby beim TSV Bützow trotz eines Zwei-Tore-Rückstandes mit 3:2.

Zunächst ging der Plan der Hausherren noch auf. Aus einer kompakten Abwehr  sollte der Gegner immer wieder mit schnellen Tempogegenstößen geärgert werden. Davon hatten die Bützower zwar nicht viele, nutzten einen davon dann aber effektiv. Jakob Kühn eroberte den Ball im Mittelfeld und spielte mit Teamkollege Robert Grabowski einen Doppelpass. Weil beim erneuten Abspielversuch von Kühn im Strafraum dann aber ein Güstrower Bein dazwischen war, sprang der Ball vor die Füße von Michael Benecke, der aus wenigen Metern zur umjubelten TSV-Führung einnetzte (10.). Mit dem Rückstand im Rücken versuchten die Güstrower, das Geschehen  an sich zu reißen, verbuchten auch die größeren Spielanteile. Doch aus dem Spiel heraus waren sie nicht zwingend genug. Da die Gastgeber aber rund um den eigenen Strafraum zu viele Freistöße gegen sich produzierten, waren die Gäste immer wieder nach Standards gefährlich. Steven Licher scheiterte aber zunächst an TSV-Schlussmann Christopher Jentzen und dann am Pfosten. Für die Bützower verbuchte Grabowski noch eine Kopfballchance, die jedoch knapp ihr Ziel verfehlte. So blieb es zur Pause beim 1:0.

Der zweite Durchgang begann dann mit einem Paukenschlag. Grabowski versenkte das Leder vom Anstoßpunkt aus im Güstrower Gehäuse (46.). Das war dann der Startschuss  in eine umkämpfte und rassige zweite Hälfte. Zahlreiche Zweikämpfe und Nickeligkeiten prägten nun das Geschehen. Was die Güstrower im ersten Abschnitt noch versäumten, machten sie diesmal jedoch  besser. Sie waren nach ruhenden Bällen erfolgreich. Zunächst jagte Tobias Barachini den Ball nach einer Ecke unter den Querbalken (57.), und wenig später landete ein Freistoß von Sebastian Koß im Bützower Tor (62.). Damit war alles wieder offen und die Gäste hatten das bessere Ende für sich. Nach Doppelpass mit Licher  vollendete der quirlige Nico Hinrichs zum 3:2-Siegtreffer für die Baralchstädter, die am Ende  verdient die drei Punkte mit nach Hause nahmen und noch ein Freudentänzchen auf dem Platz veranstalteten. „Der Sieg für Güstrow geht  in Ordnung“, sagt Bützows Trainer André Krüger.

 

TSV Bützow: Jentzen, Wegner (15. Diehl), Boldt, Kühn, Algner, Lehmann, Kopplow, Bärmlich, Hempel (85. Borsdorf),  Grabowski, Benecke

 

 

Torfolge: 1:0 Benecke (10.), 2:0 Grabowski (46.), 2:1 (57.), 2:2 (62.), 2:3 (79.)

 

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1. Spieltag - SV Prohner Wiek - TSV Bützow

 

Einen Saison-Einstand nach Maß feierte die erste Männermannschaft des TSV Bützow. Nach zwei Jahren Abstinenz meldete sich die Elf von Trainer André Krüger mit einem überraschend deutlichen 5:1-Auswärtserfolg beim Aufsteiger SV Prohner Wiek in der Landesliga Nord zurück. Für Platz eins hat es aber dennoch nicht gereicht, denn gleichzeitig besiegte der Güstrower SC den TSV Graal-Müritz mit 6:0. Somit kommt es am kommenden Freitag, 18.30 Uhr, im Derby gegen die Barlachstädter zum tabellarischen Spitzenspiel Zweiter gegen Erster.

Den Sieg in Prohn mussten sich die Bützower aber hart erkämpfen. Weil Abwehrchef Christian Boldt berufsbedingt fehlte, rückte Jan Algner neben Sebastian Lehmann in die Innenverteidigung. Beide taten sich aber gegen die groß gewachsenen Angreifer der Hausherren schwer und waren gerade in den Luftduellen immer nur zweiter Sieger. Dafür glänzte Algner aber beim Führungstreffer der Gäste mit einem feinen Pass auf Davin Kopplow, der dann per Kopf einnetzte (11.). Doch nur vier Minuten später wurde die TSV-Defensive mit einem Zuspiel in die Schnittstelle ausgehebelt und es stand 1:1. Auch im Anschluss probierten es die defensiv ausgerichteten Prohner mit solchen Pässen, die oftmals zu einer Chance führten, jedoch zu keinem weiteren Treffer. Zwei, drei Mal mussten die Bützower kräftig durchatmen, als die Hausherren frei vor dem Tor auftauchten. Erst mit der Umstellung von Jakob Kühn in die letzte Abwehrreihe kehrte dort mehr Ruhe ein. Die Warnowstädter konnten sich so mehr und mehr auf’s eigene Offensivspiel konzentrieren.

Das trug dann aber erst nach dem Seitenwechsel Früchte, als der schon in Durchgang eins eingewechselte Oliver Diehl nicht lange fackelte und sein  platzierter Schuss aus der zweiten Reihe direkt neben dem Pfosten einschlug (46.). Von diesem Moment sprach fast alles für die Gäste, die die geknickten Prohner sichtlich dominierten und in Minute 50 zum 3:1 nachlegten. Robert Grabowski profitierte dabei von einem Abstimmungsfehler der Prohner Abwehr und ließ sich nicht zweimal bitten.  Für den Bützower Angreifer war das aber erst der Auftakt zu einem lupenreinen Hattrick. In der 70. und 73. Minute schenkte er den Prohnern zwei weitere Tore ein, die mit fünf Gegentreffern  am Ende sogar noch ein wenig gut bedient waren. Vorne wiederum hätten sie aber auch mehr als einen Treffer erzielen können. So trafen sie in Halbzeit zwei z. B. die Latte.

Alles in allem war der Sieg der Bützower aber verdient, weil sie in Hälfte zwei eine deutliche Leistungssteigerung zeigten und somit zurecht mit einem Dreier in die Saison starteten.

 

TSV Bützow: Jentzen, Wegner, Lehmann, Algner, Kiel, Hempel, Kühn, Kuchenbecker (40. Diehl), Bärmlich, Grabowski, Kopplow

 

Torfolge: 0:1 Kopplow (11.), 1:1 (15.), 1:2 Diehl (46.), 1:3 Grabowski (50.), 1:4 Grabowski (70.), 1:5 Grabowski (73.)

Landespokal - SG Dynamo Schwerin - TSV Bützow 4:2 (2:0) 

 

70 bis 80 Prozent Ballbesitz und über ein halbes Dutzend erstklassiger Torchancen reichten der Bützower Landesliga-Elf nicht, um im Landespokal die erste Hürde namens Dynamo Schwerin zu nehmen, denn der Traditionsklub glänzte im Gegensatz zum TSV mit gnadenloser Effektivität vor dem Tor und schickte die Warnowstädter mit einer 2:4-Niederlage auf die Heimreise.

Die Gäste wurden gleich zu Beginn kalt erwischt. Ein langer Ball über die Viererkette genügte, um die Bützower Defensive auszuhebeln, sodass Enrico Palletschek freie Bahn hatte und zum 1:0 einschob. Doch schon im Gegenzug hatte der TSV eine Doppelchance zum Ausgleich. Erst scheiterte Davin Kopplow am Innenpfosten und Robert Grabowski dann am Schweriner Schlussmann. Stattdessen führte ein zu zögerliches Abwehrverhalten in der zwölften Minute zum 2:0, als Abwehrchef Christian Boldt den Ball unfreiwillig für Christian Klingenberg vorlegte, der aus elf Metern überlegt einschob. Der Gast steckte aber trotz des Rückstandes nie auf, kam gegen tief stehende Dynamos zu weiteren Torchancen. In dieser Phase stellte aber Grabowski seine Ladehemmung unter Beweis und ließ zwei Hochkaräter liegen. „Das ist im Moment unser größtes Manko. Wir belohnen uns nicht mit Toren“, sagt Bützows Trainer André Krüger. So ging es mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Dominanz des TSV noch deutlicher zu. Die konditionell klar unterlegenen Schweriner verbarrikadierten sich aber und hatten damit auch noch Erfolg. Ein Abschlag des Torhüters wurde am Mittelkreis auf Christoph Möhring weitergeleitet, der durchstartete und zum 3:0 einnetzte (55.). „Unsere Stellungsfehler waren eklatant, Dynamo vor unserem Tor eiskalt. Davon können wir uns mal eine Scheibe von abschneiden“, sagt André Krüger. Charakterlich konnte er seiner Mannschaft dagegen nichts vorwerfen. Kämpferisch und spielerisch wusste seine Truppe nämlich zu überzeugen. Als Steve Bärmlich nach einem Freistoß von Stefan Kuchenbecker zum 1:3 einnetzte (57.)  und der Vorlagengeber nach einem Foul am eingewechselten Oliver Diehl per Foulelfmeter auf 2:3 verkürzte (76.), keimte wieder Hoffnung bei den Bützowern auf. Bis zur 88. Minute, als sich TSV-Keeper Christopher Jentzen nach einem Eckball einen Fehlgriff leistete und Andreas Hanck den 4:2-Endstand erzielte.

„Es ist natürlich bitter auszuscheiden. Bei uns hat aber das Salz in der Suppe gefehlt, das sind nun mal die Tore. Wir müssen das Positive mitnehmen, das Negative aber auch“, sagt André Krüger.

 

TSV Bützow: Jentzen, Algner, Boldt, Lehmann, Kiel, Kühn, Kuchenbecker, Bärmlich, Wegner (46. Hempel), Grabowski (70. Diehl), Kopplow (83. Haack).

 

Torfolge: 1:0 (3. Minute), 2:0 (13.), 3:0 (55.), 3:1 Bärmlich (57.), 3:2 Kuchenbecker (76.), 4:2 (88.)